Olympia macht Spaß, Olympia ist super! Alle haben was davon, alle profitieren, die Spiele schaden niemandem, sie sind nachhaltig, sie bringen die ganze Region voran! Olympia 1972 hat München vom Dorf zur Weltstadt katapultiert – das wollen wir nochmal!
Mit solchen Versprechungen bewirbt sich die Stadt München um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder auch 2044 – je nachdem, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet.
Wie viel hat dabei die Stadt eigentlich mitzureden? Wie ökologisch, fortschrittlich, nachhaltig können solche Spiele werden, werden lokale Bedürfnisse wirklich berücksichtigt? Und falls die Spiele wirklich in München stattfinden – welche Auswirkungen hätten sie auf die Stadt, auf Infrastruktur, Grünflächen, Mieten und anderes? Was bedeutet das für den Verkehr in München? Was hat es mit den berühmt-berüchtigten Olympic Lanes auf sich? Welche Neu- oder Ausbauten etwa bei Straßen oder im ÖPNV könnte es geben, welche werden vielleicht verschoben oder beschleunigt? Und wer soll das eigentlich alles bezahlen?
So viele Versprechungen zu Olympia gemacht werden, so viele Fragen gibt es dazu. Sie müssen diskutiert werden, bevor die Münchner*innen im Oktober 2025 in einem Bürgerentscheid erklären sollen, ob sich ihre Stadt um Riesen-Event bewerben soll – oder doch lieber nicht.
Florian Kaiser ist Politischer Referent beim BUND Naturschutz in Bayern e. V. Er war (damals noch in Hamburg) schon 2015 an der erfolgreichen Kampagne gegen die Olympia-Bewerbung der Hansestadt beteiligt und setzt sich auch jetzt wieder mit den Auswirkungen Olympischer Spiele auf eine mögliche Gastgeberstadt auseinander – diesmal München.
Mehr Infos und die Anmeldung findest du hier.