Wechsel im Koordinierungskreis – Wir sagen Danke
Drei Mitglieder unseres Koordinierungskreises haben bei der letzten Mitgliederversammlung nicht erneut kandidiert. Wir freuen uns für alle drei über neue Wege und mehr Zeit für andere Projekte. Gleichzeitig werden wir ihre Erfahrung, ihre Energie und ihr Engagement sehr vermissen. Danke an Klaus Klassen, Maren Schüpphaus und Steffi Hirn.
Für Klaus Klassen bedeutet dieser Schritt mehr als ein Rollenwechsel. Er verabschiedet sich auch von der MIN e.V.. Als Mit-Initiator hat er das Netzwerk von Anfang an geprägt und später im Vorstand entscheidend weiterentwickelt. Sein Beitrag hat vieles möglich gemacht.
Zum Abschied haben wir ihnen ein paar Fragen gestellt.
Welcher MIN-Moment hat dich besonders berührt?
Klaus: Die MIN, das bedeutet viel Kommunikation, oft mit zu wenig Zeit in Videokonferenzen. Daher waren für mich die berührendsten, besser anregendsten MIN-Momente die direkten, ‚analogen‘ Treffen: Strategie-Workshops, Bündnispartner-Treffen, (zu) wenige, direkte Koordinierungskreise. Also die unmittelbare Zusammenarbeit mit ihrer ganz besonderen Dynamik der Gleichgesinnten, der heimliche Garant für den Erfolg! Das ist eben Kommunikation statt k0mmun1k@t10n.
Maren: Besonders berührt haben mich zwei Momente, in denen das gewachsene Vertrauen deutlich wurde: In einem internen Strategiemeeting des Koordinierungskreises wurde es von mehreren Seiten für die werteorientierte Zusammenarbeit im Team eingebracht. Von da an konnten wir richtig loslegen, da wir arbeitsteilig mit dem Vertrauen der anderen unterwegs sein konnten. Der zweite Moment war ein Bündnispartnertreffen, bei dem nach zwei über MIN koordinierten offenen Briefen an die Politik und den ersten Erfolgen des mit breiter Vernetzung gemeinsam auf den Weg gebrachten Leuchtturmprojekts „Faire Wiesn” auch die Frage beantwortet war, ob es MIN braucht, weil offensichtlich war, dass es sinnvoll ist, die Kräfte häufiger sichtbar zu bündeln.
Worauf blickst du mit Stolz zurück?
Klaus: Stolz? Gute Personalentscheidungen für die MIN, allermeist nach wohlüberlegtem Vorgehen, waren wichtig. Das persönliche Erleben brachte den Erfolg, mehr als schriftliche Bewerbungen; immer wieder mal überraschend, aber immer auch recht eindeutig. Ja doch, stolz – auf das dadurch entstandene, klasse MIN-Team.

Maren: Wir haben eine Organisation aufgebaut, die Partizipation lebt. Wir beteiligen unsere Mitglieder und zeigen ihnen mit Formaten wie unseren Bündnispartnertreffen, den Werkstattgesprächen oder dem Zukunftszimmer, wie man kooperativ, kreativ und mit Spaß zusammenarbeitet. So entstehen neue Beziehungen und bestehende werden vertieft. Daraus entstehen neue Ideen und Initiativen.
Was wünscht ihr der MIN für die Zukunft?
Klaus: Einen laaaaangen Atem für die Sache und ergänzend zur Not auch Frust-Resilienz. Und noch: Nie die dauerbewährten Gute-Laune-Haltungsnoten gefährden! Vor allem aber: Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel – finanziell, personell, bei Projekten und Strategie! Glück auf!
Maren: Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass Nachhaltigkeit in München immer konkreter als regenerative Praxis erlebbar wird, die die Übernutzung von Ressourcen stoppt und ein enkeltaugliches Wirtschaften stärkt – ohne soziale Schieflage und mit mehr globaler Gerechtigkeit, was zu einer spürbar besseren Lebensqualität führt. Oder, wie wir im Netzwerk Gemeinsinn e. V. sagen, als „Triple Win” des Gemeinsinns: für den Einzelnen, für die Zusammenarbeit in einer Gruppe oder Organisation und für die Gesellschaft insgesamt.
Alles Gute für Euch!
Steffi haben wir bisher nicht erreicht.
Im Foto von Links: im Vordergrund Maren, 2. Mann Klaus und daneben Steffi.