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Stockrosen bringen das Westend zum Blühen

Die Stockrose ist ein Klassiker im Bauerngarten, aber vielleicht erobert sie bald das Westend? Dort jedenfalls wachsen vor einigen Häusern Stockrosen. Was als Idee am Wandertisch begann, entwickelt sich zu einer nachbarschaftlichen Aktion. Die auffälligen Blüten verschönern nicht nur das Viertel. Sie bieten auch Bienen und anderen Insekten wertvolle Nahrung.

Eine Idee aus der Nachbarschaft

Die Idee entstand am Wandertisch – ein Projekt des Westendkiez – zum Winterende. Gemeinsam überlegten die Teilnehmenden, wie sich das Viertel mit einfachen Mitteln grüner gestalten lässt, noch bevor das geplante Nachbarschaftsviertel (hoffentlich) kommt.

„Es ist einfach eine schöne Pflanze. Sie macht die Straßen bunter, zieht Insekten an und braucht nicht viel Pflege. Allerdings war der Aufwand schon groß“, resümiert Cosima Schmauch, die das Projekt mit begleitet.  Schön wäre, wenn sich die Blume nach und nach im ganzen Viertel verbreitet.

Wo es wächst und blüht

Inzwischen wachsen oder keimen Stockrosen an mehreren Orten im Westend. Dazu sollte man wissen, dass sie normalerweise zwei Jahre zum Blühen braucht. Im ersten Jahr bildet sie nur eine Blattrosette. Wir haben Samen für einjährige Stockrosen gefunden, deshalb blühen sie schon in diesem Jahr.

An folgenden Standorten kann das Wachstum beobachtet werden

  • Am Eingang der Stadtbibliothek in der Schießstättstraße 20, Stockrosen in der Erde, Besitz: Münchner Wohnen
  • in der Ganghoferstraße 11 und 13, Stockrosen in der Erde, ein Haus ist Privatbesitz, das andere Münchner Wohnen
  • an der Schwanthalerstraße 184, kleines Hochbeet und Boden, Privathaus
  • am Hochbeet vor dem Friseursalon in der Kazmairstraße 30, bei Gewerbe braucht es keine Genehmigung
  • am Kinderhort in der Tulbeckstraße 23, Hochbeet

Münchner Wohnen unterstützt das Projekt

Wichtiger Partner der Aktion ist die Münchner Wohnen. Das Wohnungsunternehmen besitzt zahlreiche Häuser im Westend und unterstützt die Initiative. Dank einer Vereinbarung durften dort Stockrosen ausgesät und gepflanzt werden. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Aktion durch die Münchner Wohnen. Dadurch ergeben sich viele neue Blumenstandorte im Viertel“ sagt Sylvia Hladky, die Leiterin des Projekts Westend Kiez.

Aus der gemeinsamen Aktion entwickelt sich bereits der nächste Schritt: Die Münchner Wohnen prüft jetzt Möglichkeiten für eine Fassadenbegrünung auf der Schwanthaler Höhe für ihre Häuser. Dafür wurden bereits Gebäude besichtigt und der Denkmalschutz einbezogen. Eine Mitarbeiterin aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz begleitet den Prozess.
Am 4. August lädt das Quartiersbüro zu einer öffentlichen Begehung ein. Dabei zeigt Silvia Gonzalez Beispiele für eine gelungene Begrünung im Viertel.

Heiße Sommer? Mehr Grün wirkt! 

Exkursion zu begrünten Gebäuden und Innenhöfen im Westend  Dienstag, 04. August | 17:00 bis ca. 18:30 Uhr | Schießstättstr. 14
Mehr dazu

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Beim nächsten Wandertisch am 20.8.2026, 15 Uhr auf dem Wochenmarkt verteilen wir Samen und Setzlinge. Alle Interessierten können sie mitnehmen und selbst Stockrosen pflanzen.
Für alle, die mitmachen möchten, es gibt Folgendes zu beachten. Für Stockrosen vor der Hausfassade auf öffentlichem Grund, muss der Hauseigentümer beim KVR eine Genehmigung für ein Hochbeet beantragen.Da Stockrosen aber auch in wenig Erde gedeihen, reicht in vielen Fällen ein schmaler Streifen am Rand des privaten Grundstücks, beispielsweise an der Hofeinfahrt oder den Mülltonnen. Wir berichten beim Wandertisch gerne über unsere Erfahrungen.

Darüber hinaus planen wir eine Informationsveranstaltung zu unterschiedlichen Begrünungsmöglichkeiten, wobei der Schwerpunkt auf der Fassadenbegrünung liegen soll. Experten zeigen, wie sich Häuser sinnvoll begrünen lassen und welche Möglichkeiten es dafür im Westend gibt.

Stockrosen, Westendkiez

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