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Riem macht‘s einfach: Dialog, der verbindet

Was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen ins Gespräch kommen? Die Initiative „Riem macht’s einfach“ hat eine Begegnungsreihe geschaffen und dabei ein überraschend offenes, respektvolles und persönliches Miteinander erlebt.

Von Februar bis Mai fanden Veranstaltungen, Mitmach-Aktionen und Gespräche in der der Messestadt Riem statt und der Höhepunkt dabei war der Projekttag am 2. Mai in der Kultur-Etage der Riem-Arcaden. Die Teilnehmenden konnten aus mehreren Workshops wählen: Wie geht es mir mit dem Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen in der Messestadt? Was hilft, wenn Diskussionen polarisiert sind? Das Programm setzte bewusst auf Austausch, Beteiligung und praktische Übungen statt auf Frontalvorträge.

Fortsetzung gewünscht

„Beim Thema Demokratie geht es um viel mehr, als ich ursprünglich annahm. Es geht um das Menschsein an sich. Wir werden im Austausch mit anderen zu demokratischen Wesen und kommen dabei mit unseren gemeinsamen Werten in Verbindung“, erzählt eine Teilnehmerin.

Gelobt wurden vor allem das Zuhören, die wertschätzende Atmosphäre und die Erfahrung, mit den eigenen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein. Eine andere Teilnehmerin äußerte sich überrascht darüber, wie schnell man über einige Fragen in einen tiefen persönlichen Austausch kommt. Andere beschrieben die Workshops als inspirierend, kurzweilig und verbindend. In der Abschlussrunde wurde eine Fortsetzung der Veranstaltungen einhellig gewünscht.

Format muss aktiv ins Viertel gebracht werden

Schon im Vorfeld hatte die Initiative zu Mitmach-Runden mit Streetaktionen auf dem Platz der Menschenrechte und im Rahmen des Messestädter Hofflohmarkts eingeladen und war im Viertel präsent. „Wir wollten bewusst nicht nur die üblichen „Verdächtigen“ ansprechen, sondern ein möglichst vielfältiges Publikum erreichen“, sagt Maren Schüpphaus, Partizipationsexpertin und Mitglied im MIN-Netzwerk.

Ein Banner, Plakate, eine Bodenzeitung und offene Fragen wie „Was bedeutet Demokratie für dich?“ oder „Gehört für dich dazu, dass alle die gleichen Chancen haben oder mitbestimmen dürfen?“ luden zum Mitmachen ein. Der niedrigschwellige Ansatz erleichterte den Einstieg in persönliche Gespräche.

Trotz der vielen Kooperationspartner braucht es Zeit, um das Vertrauen der Menschen in der Messestadt aufzubauen. „Vertrauen entsteht nicht von heute auf morgen. Das müssen wir uns Schritt für Schritt erarbeiten“, sagt Maren Schüpphaus.

„Das Format ‚Riem macht’s einfach‘ zeigt, dass es sich lohnt und Spaß macht, wenn Menschen sich Zeit nehmen, einander zuzuhören, und sich für Austausch und Begegnungen in einer demokratischen, lebendigen Nachbarschaft einsetzen. Allerdings erfordert es auch, aktiv auf die Menschen zuzugehen, bevor sie sich dann tatsächlich darauf einlassen“, resümiert Bernd Boetel, der Projektverantwortliche.

Kooperationspartner im Projekt „Riem macht’s einfach.“: MIN e.V., BenE e.V., Foebe, Mehr DemoKratie e.V., Netzwerk Gemeinsinn e.V, Forum Lebendige Demokratie, Freiwilligenzentrum Z’sam (Diakonie Oberbayern), Klimatreff Messestadt, Kultur-Etage, evagelisch-lutherische Sophienkirche, ASZ Riem. Das Projekt wird gefördert durch den Bezirksausschuss 15.

Die nächste Dialog-Veranstaltung zum Thema „Wo finde ich Sinn und Hoffnung?“ ist am 16. Juli, von 19:00 – 20:30 im Galeria-Treff, in der Lehrer-Wirth-Str. 21, Eintritt kostenlos. Anmeldung erwünscht.

Außerdem gibt es ab jetzt den Stammtisch Riem macht’s einfach jeden 3. Donnerstag im Monat ab 19:00, ebenfalls im GaleriaTreff. (Sommerpause im August)

Aktuelle Veranstaltungen, Anmeldung und der Newsletter Riem macht’s einfach auf:

www.muenchen-machts-einfach.org oder

https://www.instagram.com/muenchen_machts_einfach/

Kontakt: info@muenchen-machts-einfach.org

Riem macht’s einfach

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