Bündnistreffen: 36 Grad – und die MIN bleibt in Bewegung

Mitte Juni trafen sich die Bündnispartner*innen der MIN, um gemeinsam an einer sozial gerechten und klimafreundlichen Zukunft zu arbeiten. Die globale Klimaerwärmung war beim Bündnistreffen der MIN Mitte Juni spürbar. Bei 36 Grad startete das Treffen auch noch mit einem Speed-Dating 😉. Dabei wechselten die Teilnehmenden im Minutentakt die Gesprächspartner*innen und entdeckten, wer lieber denkt oder macht, das Rampenlicht sucht oder im Hintergrund wirkt. Das Treffen fand an einem ganz besonderen Ort statt: dem „imDazwischen“ im Westend, einem Begegnungsort mit Kreativ-Café und viel Kunst und Kultur.
Genossenschaft & Wärmewende, Dritte Orte, soziale Gerechtigkeit
Anschließend stellte das Team aktuelle Projekte und die neue Struktur der MIN vor. Die Teilnehmenden diskutierten über die geplanten Themenfelder und auch über den Begriff „Manufakturen“. Beim anschließenden Spaziergang in Gruppen blickten sie auf gemeinsame Erfolge zurück, tauschten Erfahrungen aus und sprachen über Vorhaben für die kommenden Monate.
Im Mittelpunkt standen anschließend die Projektwerkstätten. Dort ging es um konkrete Ideen: Wie kann eine Genossenschaft die Wärmewende in Nachbarschaften voranbringen? Was brauchen sogenannte Dritte Orte, damit Menschen sich begegnen können? Wie wird das Bündnis vielfältiger und erreicht stärker die migrantische Community? Und wie lassen sich Klimaanpassung und soziale Fragen gemeinsam angehen? Dabei entstanden erste Ansätze für Pilotprojekte, etwa mehr Schattenplätze in der Stadt oder Beratungsangebote für Menschen, die unter Hitze besonders leiden.
Rechtsruck, Demokratie stärken, leere Kassen und KI
Am Nachmittag richtete sich der Blick auf die großen gesellschaftlichen Fragen. Das Bündnis diskutierte, wie Demokratie gestärkt werden kann und wie sich demokratische Werte positiv vermitteln lassen, ohne schwierige Themen auszuklammern. Auch die angespannte Haushaltslage der Kommunen wurde zum Thema. Gemeinsam suchten die Teilnehmenden nach Strategien, mit denen die Zivilgesellschaft handlungsfähig bleibt. Außerdem teilten sie Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz, stellten hilfreiche Anwendungen vor und diskutierten Chancen und Risiken.
In einer zweiten Projektwerkstatt rückte die Entkriminalisierung des Fahrens ohne Fahrschein in den Mittelpunkt. Viele Organisationen sahen darin ein Thema, das soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und klimafreundliche Mobilität miteinander verbindet. Das Bündnis beschloss, die Initiative gemeinsam weiterzuverfolgen.
Zwischendurch blieb immer wieder Zeit für Gespräche, neue Kontakte und frische Ideen. Auf einer gemeinsamen Sammlung entstand zudem eine Liste möglicher neuer Bündnispartner, die das Netzwerk künftig bereichern könnten.
Den Abschluss bildete ein kleines Sommerkonzert aus den eigenen Reihen. Mit Ukulele, Klingeln und sommerlichen Klängen endete ein besonderer Tag für das MIN Bündnis. Vielen Dank allen Teilnehmenden!






