27. Juli 2022

Coole Hitzeschutz-Ideen: Wie sich München wegen steigender Temperaturen verändern sollte

Wir alle spüren mittlerweile, dass die Sommertage heißer und für uns alle anstrengender werden. Das sind die Folgen unseres menschengemachten Klimawandels. Wie sich München „klimagerecht“ entwickeln kann, hat die Manufaktur 5 und Bündnispartner*innen am Beispiel des Hitzeschutzes diskutiert.

Aber Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich – die Zahl der hitzebedingt Verstorbenen im Alter der über-65-Jährigen in Deutschland steigt rasant. Aber nicht nur ältere Bewohner*innen leiden unter hitzeassoziierten Belastungen, sondern alle „vulnerablen“ Gruppen wie z.B. Kleinkinder, gesundheitlich vorbelastete Bewohner*innen und Wohnungslose. Mit ihren Angehörigen bzw. versorgenden Berufsgruppen ist der Kreis der Betroffenen groß.

Insbesondere in den Städten ist Erwärmung subjektiv stark spürbar, aber auch objektiv messbar. München heizt sich seit Jahren messbar auf: Die Zahl der Hitzetage (über 30°C) steigt, die Zahl der Tropennächte (nicht unter 20°C) nimmt zu, der „Hitze-Stress“ verschärft sich.

Ein Werkstattgespräch über Hitzeschutz mit Expert*innen aus Forschung, Stadtverwaltung, Stadtpolitik und Zivilgesellschaft

Das Ziel der klimaneutralen Stadt München (bis 2035 angestrebt) ist ein Markenzeichen des Klimaschutzes; dem steht bislang keine stringente ressortübergreifende Klimaanpassungs-Strategie in der wachsenden und sich verdichtenden Stadt zur Seite. Um das Thema anzugehen, lud die MIN-Manufaktur 5 gemeinsam mit vielen Bündnispartner*innen Ende Juni Expert*innen aus Forschung, Stadtverwaltung, Stadtpolitik und Zivilgesellschaft zu einem Werkstattgespräch ein.

Ein Impulsvortrag von Regina Vetter, ehemals Netzwerkmanagerin des “Cool Cities Networks”in der „C40 Cities Climate Leadership Group“, heute Klimaanpassungsberaterin bei der GIZ  – deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, gab einen Einblick in das Thema urbanes Hitzerisiko und dessen Auswirkungen auf Lebensqualität in der Großstadt, sowie Inspirationen zu möglichen Hitzeschutzmaßnahmen aus unterschiedlichen Städten auf der ganzen Welt.

Im Anschluss reflektierten die Teilnehmenden anhand der Urban Cooling Toolbox von c40, wie in München Hitzeschutz ganz konkret umgesetzt werden könnte, was dafür benötigt wird und wer mitwirken muss.

Als Ergebnis entstand eine Sammlung an Ideen, Forderungen und Empfehlungen aus den Bereichen Blaue Infrastruktur (Wasser), Grüne Infrastruktur (Grünflächen und Bepflanzung), Graue Infrastruktur (Gebäude), Kommunikation und Reichweite, Politik, und Stadtentwicklung. Diese sollen in einer Folgeveranstaltung in erweitertem Kreis (inkl. Stadtpolitik)  in wirkungsorientierte Zielformulierung übersetzt werden.

 

Bild: Pexels

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