MIN legt Konzept für Münchner Nachhaltigkeitsrat vor

Expertise der Stadtgesellschaft noch in 2020 aktivieren – Stadtpolitik nachhaltig ausrichten. Am Dienstag, den 07.07.2020, wird die Umweltreferentin Stephanie Jacobs im Umweltausschuss vorschlagen, das vom Stadtrat geforderte Konzept für einen Münchner Nachhaltigkeitsrat auf das Jahr 2021 zu verschieben. Weil es der Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) nicht ausreicht, dringend notwendige Entscheidungen für eine zukunftsfähige Entwicklung Münchens auf die lange Bank zu schieben, legt sie der Referentin und den Stadtratsfraktionen einen detailliert ausgearbeiteten Konzeptvorschlag für einen Münchner Nachhaltigkeitsrat vor.

„Wir wünschen uns, dass die Stadtspitze noch in diesem Jahr den Dialog mit der Stadtgesellschaft aufnimmt und schlagen daher ein Hearing noch im Herbst dieses Jahres vor. Große Netzwerke und Akteure der Stadt – von IHK über Bündnis München Sozial bis zur Wissenschaft – können auf dem Hearing ihre Erwartungen vortragen und sich mit dem Stadtrat und den Referaten austauschen“, erklärt MIN-Sprecher Thomas Ködelpeter.

MIN fordert, dass der Nachhaltigkeitsrat dem Stadtrat und dem Oberbürgermeister zügig und spätestens im Herbst 2021 beratend zur Seite stehen soll. „Ein Umsteuern Richtung „Nachhaltige Entwicklung der Stadt München“ muss mit der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie zusammengedacht werden – und wird zudem nur mit Unterstützung und tatkräftiger Mitwirkung einer aktiven Stadtgesellschaft und aller Einwohnerinnen und Einwohner gelingen“, ist Thomas Ködelpeter überzeugt. „Die Erfahrungen bundesweit zeigen, dass die lokale Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele die besten Erfolge zeigt, wenn die Stadtspitze diesen Prozess vorantreibt und koordiniert über klare Strukturen und Instrumente”.

Ein Gremium mit Einfluss, das dem nachhaltigen Umbau der Stadt neue Impulse geben kann, ist das Ziel des Konzepts. Der Rat soll dabei eingebettet sein in ein innovatives Nachhaltigkeitsmanagement der Stadtverwaltung, das Strategien, Ziele und die Umsetzung von Maßnahmen noch wirksamer koordinieren und begleiten kann. Für das neue Gremium wünscht sich MIN eine breite und vielfältige Mischung aus bis zu 40 „Pionier*innen des Wandels“, die ihr Wissen und Anliegen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales, Ökologie, Bildung, Kultur einbringen. Auch die junge Generation soll dabei sein, wie Fridays for Future.

Die Unterzeichnenden

Thomas Ködelpeter, Ökologische Akademie in Linden, MIN-Sprecher; Götz Braun, BUND Naturschutz – Kreisgruppe München; Helena Geißler, Netzwerk Klimaherbst; Klaus Klassen, BürgerStiftung München; Gero Suhner, Münchner Forum; Gerlinde Wouters, FöBE

Die Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) ist ein offener, überparteilicher Zusammenschluss von überwiegend zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich in München für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Ziel von MIN ist die aktive Beteiligung an der Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (17 SDGs), zu der sich die Landeshauptstadt München verpflichtet hat.

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